Das E-Rezept für Deutschland

Die Testphase hat am 01.07.2021 begonnen

Für Praxen & Krankenhäuser

Welche Voraussetzungen müssen für die Teilnahme an der Testphase erfüllt werden?

Um an der Testphase in der Fokusregion Berlin-Brandenburg teilnehmen zu können, muss Ihre Praxis / Ihr Krankenhaus die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Elektronischer Heilberufsausweis (HBA) für alle Ärztinnen und Ärzte
  • SMC-B Karte für die Praxis / das Krankenhaus
  • zusätzliches Kartenterminal am Empfangstresen
  • ein separates Kartenterminal für den HBA (für die Signaturvorgänge)
  • Update des Konnektors auf PTV4+ (der Konnektor muss die Komfortsignatur unterstützen)
  • geeigneter Druckerstandort für den E-Rezept-Ausdruck (ein Laser- oder Tintenstrahldrucker, z.B. am Empfangstresen)
  • PVS/KIS-Update (das PVS/KIS muss die E-Rezept-Funktionalitäten unterstützen)

Folgende Softwareanbieter nehmen derzeit an der Testphase teil

  • Frey - Quincy
  • CGM - Turbomed
  • DENS - DENSoffice

Hier finden Sie die Liste der offiziell durch die KBV zugelassenen Praxisverwaltungssysteme.

Folgende Krankenkassen haben ihre aktive Teilnahme an der Testphase zugesagt

AOK Nord­ost
Brandenburger Straße 72, 14456 Potsdam
IKK Bran­den­burg und Ber­lin
Keithstr. 9/11, 10787 Berlin

Wie kann ich mich zur Teilnahme anmelden?

Sie sind an einer Teilnahme an der Testphase in der Fokusregion Berlin-Brandenburg interessiert? Dann nutzen Sie das folgende Formular und wir informieren Sie, sobald Ihr System die notwendigen Voraussetzungen erfüllt: Interessensbekundung an der Testphase in der Fokusregion Berlin-Brandenburg

Häufig gestellte Fragen

Kategorie
Apotheken, E-Rezept, Praxis
07.06.2021
Was ist, wenn die TI ausfällt, der Arzt z.B. bei einem Hausbesuch Arzneimittel verordnet…, wenn das E-Rezept nicht funktioniert?

Sollte die E-Rezept-Ausstellung oder die E-Rezept-basierte Versorgung - aus welchen Gründen auch immer - nicht möglich sein, kann die Ärztin/ der Arzt für GKV-Versicherte auch weiterhin (auch nach dem 1. Januar 2022) für apothekenpflichtige Arzneimittel ein Muster-16-Papierrezept ausstellen.

Kategorie
Apotheken, E-Rezept, Praxis
07.06.2021
Was darf auf dem E-Rezept verordnet werden?

Ab dem 1. Juli 2021 können zunächst ausschließlich apothekenpflichtige Arzneimittel (Fertigarzneimittel und Rezepturen) per E-Rezept verordnet werden. Das gilt weiterhin auch für die verpflichtende E-Rezept-Nutzung ab dem 1. Januar 2022. Ausnahme: Die E-Rezept-basierte Verordnung von Betäubungsmitteln und Arzneimitteln, die auf T-Rezepten verordnet werden müssen, soll erst am 1. Januar 2023 beginnen.

In der Regel wird das Praxisverwaltungssystem die Ärzt:innen informieren, ob für das zu verordnende (ausgewählte) Produkt ein E-Rezept oder ein Papierrezept auszustellen ist. Allerdings haben die Ärzt:innen auch die Möglichkeit, so genannte Freitext-E-Rezepte auszustellen. D.h. sie können im Verordnungsfeld Freitexteingaben vornehmen. E-Rezepte, auf denen Ärzt:innen Nichtarzneimittel (z.B. arzneimittelähnliche Medizinprodukte, Verbandmittel oder Teststreifen) verordnet haben, darf die Apotheke nicht versorgen. In einem solchen Fall ist ein Papierrezept (Muster 16) weiterhin zwingend erforderlich.

Kategorie
Apotheken, E-Rezept, Praxis
07.06.2021
Wie sieht die E-Rezept-App der gematik aus?

Voraussichtlich ab dem 1. Juli 2021 wird die E-Rezept-App der gematik in den App Stores von Apple und Google zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen. Um den vollen Funktionsumfang der gematik‑App nutzen zu können, benötigen GKV-Versicherte eine NFC-fähige elektronische Gesundheitskarte (NFC steht für Near Field Communication und dürfte Ihnen z.B. durch neuere EC-Karten bereits bekannt sein) und ein NFC-fähiges Endgerät. Ob eine eGK diese Eigenschaft bereits besitzt, lässt sich an zwei Merkmalen erkennen:

  • CAN (6-stellige Nummer, oben rechts auf der eGK unter der schwarz-rot-goldenen Linie)
  • Kontaktloszeichen (links neben dem G des Schriftzugs „Gesundheitskarte“)

Um den Anmeldeprozess in der App abzuschließen, ist außerdem noch eine PIN erforderlich, die GKV-Versicherte ebenfalls bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse beantragen und in der Regel in einer Geschäftsstelle persönlich abholen müssen. Aktuell verfügen lediglich nur 10 % der GKV-Versicherten über eine NFC-fähige eGK. Der Anteil derer, die darüber hinaus auch bereits eine PIN haben, ist verschwindend gering.

Daher ist davon auszugehen, dass der Großteil der E-Rezepte zunächst mit dem E‑Rezept‑Ausdruck in die Apotheke gelangt. Die Nutzung der gematik-App wird erst nach und nach an Bedeutung gewinnen.

Allerdings kann die gematik-App auch ohne den eGK-basierten Registrierungsprozess genutzt werden, um die / den auf dem Ausdruck aufgebrachten QR-Code/s auszulesen. Die App ist dann jedoch nur in der Lage, den QR-Code anzuzeigen. Informationen zu dem verordneten Arzneimittel sind in diesem Modus nicht verfügbar.

Funktionen, die künftig in der gematik-App für angemeldete Nutzer (NFC-eGK & Pin) zur Verfügung gestellt werden sollen:

  • Verfügbarkeitsanfrage
    • Patient:innen können über die gematik-App eine Verfügbarkeitsanfrage an bis zu drei Apotheken ihrer Wahl senden.
    • Die Apotheke/n kann / können die Verfügbarkeit bestätigen. Einige Warenwirtschafts­system­anbieter haben angekündigt, den Apotheken eine Funktionalität zur Verfügung zu stellen, bei der die Verfügbarkeitsbestätigung automatisch, d.h. ohne Zutun des pharmazeutischen Personals versandt wird. Auch wenn nachvollziehbar ist, dass Patient:innen erwarten, dass die Apotheke möglichst umgehend antwortet, ist eine automatisierte Antwort ohne pharmazeutische Prüfung sowohl unter praktischen als auch unter berufspolitischen Gesichtspunkten nicht sinnvoll. Denn die Patient:innen erwarten nicht nur eine schnelle, sondern auch eine korrekte und verlässliche Antwort von ihrer Apotheke. Dies umfasst auch eine pharmazeutische Prüfung, z.B. ob das verordnete Arzneimittel für die Patientin/den Patienten auch geeignet ist. Diese Prüfung muss zwingend durch pharmazeutisches Personal erfolgen. Führt die Apotheke diese Prüfung erst durch, wenn die Patient:innen in der Apotheke sind und das Arzneimittel abholen wollen, und kann aufgrund von Bedenken keine sofortige Versorgung vorgenommen werden, wird dies auf Seiten der Patient:innen für Unverständnis sorgen. Dies gilt wahrscheinlich auch dann, wenn in der Verfügbarkeitsbestätigung explizit darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine automatisch generierte Antwort handelt, mit der lediglich das Vorhandensein des nach den geltenden vertraglichen Regelungen abzugebenden Arzneimittels in der Apotheke bestätigt wird.

  • Übertragung des E-Rezepts an eine Apotheke
    • Patient:innen können ihr/e E-Rezept/e mit der App an eine Apotheke übertragen. Dazu wählen sie in der Übersicht eine Apotheke aus und weisen der ausgewählten Apotheke durch Auswahl einer der zur Verfügung stehenden Optionen (zur Abholung reservieren, Botendienst anfordern, per Versand liefern lassen) den QR-Code (E-Rezept-Token) zu. Damit werden die verordneten Arzneimittel in der ausgewählten Apotheke verbindlich bestellt. Eine Übertragung an eine weitere Apotheke ist zwar möglich, diese weitere Apotheke kann dann aber das E-Rezept nicht abholen, weil der Datensatz bereits von einer beliefernden Apotheke „blockiert“ wird.
    • Kann die Apotheke den Patienten nicht mit dem Arzneimittel versorgen, hat sie die Möglichkeit, das zugewiesene E-Rezept abzuweisen. Im Anschluss daran kann der E‑Rezept-Token durch die Patientin / den Patienten an eine andere Apotheke übertragen werden.

  • E-Rezept-bezogene Kommunikation mit der Apotheke
    • Patient:innen können mit der Apotheke über die gematik-App kommunizieren. Allerdings ist dies immer nur in Verbindung mit einem an eine Apotheke übertragenen, aber noch nicht in der Apotheke eingelösten E-Rezept und mit einem sehr begrenzten kontextabhängigen Funktionsumfang möglich.
Kategorie
Apotheken, E-Rezept, Praxis
07.06.2021
Wie sieht das E-Rezept aus?

Das E-Rezept (der Verordnungsdatensatz) selbst wird vom Arzt / von der Ärztin im Praxisveraltungssystem (PVS) ausgestellt, anschließend mit dem Heilberufsausweis (HBA) signiert und über die Telematikinfrastruktur (TI) verschlüsselt an den E-Rezept-Fachdienst der gematik übertragen und dort gespeichert. Für Patient:innen, die die E-Rezept-App der gematik nach Anmeldung am E-Rezept-Fachdienst der gematik mit dem vollen Funktionsumfang nutzen (können), überträgt der E-Rezept-Fachdienst den E-Rezept-Token (QR-Code, „Patienten-Schlüssel“ für das E‑Rezept) direkt in die E-Rezept-App der gematik. Patient:innen, die die gematik-App nicht nutzen, erhalten einen Ausdruck (s/w) im DIN A5-Format.

Für jede Rezeptzeile wird künftig ein gesondertes E-Rezept erstellt. Auf dem Ausdruck können bis zu drei E-Rezept-Token aufgedruckt sein. Jedes E-Rezept kann separat mit dem jeweiligen QR-Code (untere Hälfte des Ausdrucks) über das Warenwirtschaftssystem der Apotheke vom E-Rezept-Fachdienst abgerufen werden, über den Sammelcode oben rechts auf dem E‑Rezept-Ausdruck werden alle E-Rezepte gleichzeitig abgerufen.

Wichtig: Der Ausdruck ist nicht unterschrieben und daher kein Rezept, er dient ausschließlich zum Transport des E-Rezept-Tokens. Ist/sind der/die E-Rezept-Token nicht lesbar und kann die Apotheke demzufolge das E-Rezept nicht aus der TI abrufen, kann keine Versorgung mit dem/den verordneten Arzneimittel/n erfolgen.

Kategorie
Apotheken, E-Rezept, Praxis, Technologiepartner
09.03.2021
Kann ein E-Rezept gelöscht werden?

Arztpraxis

Die Arztpraxis kann beantragen, dass ein ausgestelltes E-Rezept gelöscht werden soll. Da das E-Rezept bereits dem Patienten/der Patientin übergeben wurde, ist nur eine Beantragung möglich. Das E-Rezept ist hierdurch nicht gelöscht, die Apotheke sieht jedoch diese Beantragung und kann entsprechend reagieren.

Apotheke

Die Apotheke, an die das E-Rezept übertragen wurde, ist in der Lage das E-Rezept zu löschen. Dieses E-Rezept kann damit nicht mehr beliefert werden.

Weiter Informationen finden sich auch auf den FAQ-Seiten für Ärzte und Apotheker der gematik.

In­ter­es­se an der Test­pha­se - (Zahn­arzt-) Pra­xen, Kran­ken­häu­ser

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