Das E-Rezept für Deutschland

Die Testphase hat am 01.07.2021 begonnen

Begleitete Testphase

Ziele der begleiteten Testphase

Um einen reibungslosen Start der E-Rezept-Lösung zum 01.01.2022 zu gewährleisten, sollen in einer Testphase vom 1. Juli bis zum 30. November 2021 in einem kontrollierten Umfeld die Anwendungen rund um das E-Rezept getestet werden. Hierzu wurde die Fokusregion Berlin-Brandenburg ausgewählt, in welcher ausgewählte Arztpraxen, Apotheken und Patient:innen bei der Handhabung des E-Rezepts begleitet werden. In dieser Region wurden zuvor bereits Modellprojekte zum E-Rezept erfolgreich durchgeführt, so dass für die Testphase auf bereits etablierte Strukturen zurückgegriffen werden kann.

Ziel ist es, den Prozess der Rezepterstellung bei den Ärzten/Zahnärzten/Krankenhäusern, des Abrufs des E-Rezepts in der E-Rezept-App des Versicherten, über das Einlösen des E-Rezepts in einer Apotheke, die Weiterverarbeitung durch die Apothekenrechenzentren bis zur Abrechnung durch die Krankenkassen zu begleiten.

Durch die enge Begleitung und gezielte Testplanung mit ausgewählten Systemkombinationen soll ein möglichst reibungsloser Übergang des E-Rezepts in die Versorgungspraxis sichergestellt werden.

Wer kann mitmachen?

An der Testphase in der Fokusregion Berlin-Brandenburg können alle (Zahn-)Arztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken teilnehmen, die an die Telematik Infrastruktur (TI) angebunden sind und deren Primärsysteme E-Rezepte verarbeiten können.

Der Berliner Apotheker-Verein (BAV), der Apothekerverband Brandenburg e.V. (AVB), der Deutsche Apothekerverband (DAV), und die gematik werden eine Gruppe von bis zu 120 Apotheker:innen und bis zu 50 (Zahn-)Ärzt:innen aus Praxen und Kliniken intensiv begleiten. Ziel ist es, das E-Rezept in der Versorgungspraxis von der Ausstellung bis zur Abrechnung zu testen.

Wie sieht die konkrete Planung aus?

Die begleitete Testphase wird in drei Abschnitte unterteilt: die Hypercare Phase, die Extendedcare Phase und die Enhancedcare Phase. Innerhalb der Phasen erfolgt die Begleitung in unterschiedlichem Umfang. So wird anfänglich eine Arztpraxis, eine Apotheke und somit ein ARZ und eine Krankenkasse ausgewählt, um sicher gehen zu können, dass die E-Rezept-Prozesse grundlegend funktionieren. In den weiteren Phasen kommen schrittweise weitere Teilnehmer und Softwarehersteller hinzu, wobei diese auf bereits getestete E-Rezept-Prozesse aufsetzen. Da davon auszugehen ist, dass das mögliche Fehler Softwarehersteller-übergreifend kommuniziert und behoben werden, konzentriert man sich in den weiteren Phasen auf die Testung neu hinzugekommener Softwareprodukte (PVS, AVS usw.) statt auf einzelne Teilnehmende.